„Strandgut“ (tatort-Episode 19, 1972)

Die 1970er Jahre sind die Blüte der Insel Sylt als Urlaubsort der Reichen und Schönen: Sachs, Springer Quelle: tatort-fans.de / NDRund jeder, der sonst noch etwas auf sich hält, und über das nötige „Kleingeld“ verfügt, verbringt die Ferien auf deutschlands nördlichster Insel.

So wundert es wohl kaum, dass auch Kommissar Finke in seinem zweiten Fall auf die Insel muss:

Dr. Georg Breitenbach wird zwischen Wenningstedt und Kampen zusammen-geschlagen. Er kann sich an nichts mehr erinnern.
Friedrich Wilhelm Warrlau, angehender Staatssekretär, hat sich in den Dünen den Arm gebrochen und ist auch sonst erheblich verletzt. Angeblich ist er in eine Flasche getreten.
Jetzt tritt Kommissar Finke in Aktion, denn er hat Fotos erhalten, die alle Betroffenen in eindeutigen Situationen mit einem hübschen Mädchen zeigen. Erpressung? Am nächsten Tag wird das Fotomodell als Leiche an den Strand gespült.

Quelle: tatort-fundus.de | Link

Die Drehorte

 

 

Mancher Drehort ist sehr leicht nachvollziehbar: Die Nordseeklinik zum Beispiel. Auch ohne das Schild über dem Eingang wäre der sehr auffällige Bau leicht identifizierbar gewesen. Selbiges gilt für den Westerländer Bahnhof, den Strömwai („Whisky-Meile“) und einige andere Orte.

Manches lässt sich nur von Insidern erkennen oder erahnen: Das „Pony“ in Kampen, das „Gogärtchen“ oder die Disco „Village“ (die es heute nicht mehr gibt).

Einige Orte sind aber völlig unklar und lassen sich durch geschickte Schnitte im Film auch kaum zuordnen. Zu den noch unbekannten Orten gehört die Pension, in der Finke abgestiegen ist:

pension

finke1

Zugegeben: das könnte fast überall gewesen sein.

Auch die Residenz der beiden „Bösewichte“ konnte bisher nicht identifiziert werden:

brueder

Und auch das Haus / die Praxis des Arztes ist (noch) unbekannt:

arzt

Selbiges gilt für das Haus des „Bademeisters“

bademeister

Kurioses

Jessner macht sich im Laufe des Films mit dem Flugzeug auf den Weg von Hamburg nach Frankfurt. Bei genauer Betrachtung fällt aber auf, dass er über eine Gangway mit der Aufschrift „Flughafen Hamburg“ in ein Flugzeug steigt. Die Ausstiegszene in Frankfurt zeigt aber unübersehbar den Hamburger Fernsehturm im Hintergrund:

hh1

hh2